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"Mit seiner Instrumentalbeherrschung und Musikalität vermag der oberösterreichische Holzbläser einerseits dort seinen individuellen Stempel aufzudrücken, wo der Umgang mit musikalischen Prinzipien längst abgeklärt scheint, und bleibt ihm andererseits dort nichts verschlossen, wo ihn sein steter Tatendrang zum waghalsigen Experiment im musikalischen Neuland verlockt. Im österreichischen Jazz ist KLAUS DICKBAUER aber auch so etwas wie eine Integrationsfigur. Eine Integrationsfigur zwischen Genres und Generationen, die wie kaum eine im Land uns immer wieder den Unterschied zwischen laut und leise vorführt, sein Handwerk im Ensemblespiel beherrscht und als Künstler musikalische Impulse setzt. Und als Solist hat DICKBAUER nicht nur etwa zuletzt im Quintett NATURE WAY mit Herbert Joos sein internationales Format bewiesen."
(Jury-Begründung) "In welchen musikalischen Kontext KLAUS DICKBAUER die improvisatorische Reise auch beginnt, führt ihn sein Umgang mit den unterschiedlichsten Idiomen doch immer an den Ort, den man gemeinhin als den wesentlichen bezeichnet: pure Musikalität."
Music Information Center Austria
Just when it seemed as if the group was all muscle and no heart, Klaus Dickbauer on alto saxophone played a solo that traveled from bluesy tenderness to avantgarde overblowing and back, as if insisting on their emotional continuity.
JON PARELES - The New York Times / October 28, 1993
Die Frage " Was treibst du in Paris, Poeat?" stellte die Schauspielerin Maxi Blaha bei einem Ambienteaben im Linzer Brucknerhaus.
Entlang von exzessiven Wortkaskaden Baudelaires, Rimbauds und Verlaines gleitet Blaha in kühler Durchtrienenheit in den siebenten Himmel drogenberauschten Daseins.
Die Musik des Klarinettisten, Saxophonisten und Komponisten Klaus Dickbauer ist dabe viel mehr als eine "musique d´ameubelment".
Mit seinen kongenialen Partnern, dem Marimbaphonisten Woody Schabata, dem Bassisten Johannes Strasser und dem Schlagzeuger Emil Kristof, versteht er es in schier grenzenloser Raffinertheit einzuheizen und abzukühlen. Allein dieses Wechselbad erspart den Drogenkonsum und bringt den Boden zum Schwanken.
"Die Kronenzeitung" oktober 2006
Nahezu von jedem bedeutenden Jazzmusiker existieren Solo-Einspielungen. Solo CD´s, vor allem, wenn sie von saxophonisten stammen, werden jedoch von vornherein mit Skepsis betrachtet, da sie allzu oft, vor allem für Nicht-Musiker, entweder langweilig oder unerträglich anstrengend sind. Nicht so die neue CD von Klaus Dickbauer. Sie ist eigentlich nicht eine Solo CD im herkömmlichen Sinn, da es sich nur bei einem einzigen Stück um ein Solo Stück handelt. Bei einigen Nummern wird er unter anderem von Musikern wie Ronnie Burrage oder Peter Herbert unterstützt. Neben seinen herausrageneden solistischen Fähigkeiten am Alt-, Sopransaxophon, an der Klarinette und Bassklarinette sowie an der Flöte, sind auch die Folgen seiner mittlerweile mehrjährigen Tätigkeit am Vienna Art Orchestra nicht überhörbar. Dickbauer versteht einiges vom Arrangieren. Bisweilen werden fünf Klarinetten, vier Sopransaxophone, ein Alt-Saxophon mittels Overdubbing übereinandergelegt. Die 17 Kompositionen bieten dem Hörer einiges an Abwechslung. Es "groovt" und "funkt" wird experimentell, balladesk, heiter (Dickbauer rappt!). Dickbauer hat das Gefühl für´s Timing- und zwar in jener Hinsicht, daß er den Hörer nie überstrapaziert. Die Stücke dauern wohlüberlegt zwischen einer und knapp sechs Minuten. "Solo Works, 89-93" - eine gelungene Solo-Arbeit eines hervorragenden österreichischen Musikers.
ESOX - Concerto Aug/Sept 1995
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